Ostereier aus Zeitungspapier

Wir leben seit Jahren vegan, darum kommen auch an Ostern für uns keine echten Eier in Frage, weder zum Essen, noch als Deko. Außerdem gehen echte Eier auch viel zu schnell kaputt, vor allem in einem Haushalt mit kleinen Kindern und vielen Katzen ;-). Klar, als Alternative kann man sich Plastikeier aufhängen, aber erstens mag ich die nicht besonders und zweitens denke ich, daß es einfach schon viel zu viel Plastik auf unserer Welt gibt und wir dadurch ein großes Problem haben. Außerdem lassen die sich nicht immer so leicht bemalen.

Soooo, dieses Jahr kam mir dann eine ganz andere und sogar sehr ökologische Idee, wie wir zu hübschen Ostereiern kommen: wir basteln uns Eier aus Zeitungspapier! Die Idee kam mir, während ich aus Zeitungspapierröllchen einen Katzenkorb geflochten habe. Ich liebe Upcycling <3

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Die Papiereier sind nicht nur unschlagbar günstig und tierleidfrei- sie sind auch ziemlich stabil, vielseitig verwendbar, zum Basteln und Bemalen mit Kindern geeignet, variabel in der Größe und auch noch schnell gebastelt. Mit etwas Übung ist in etwa 5 Minuten aus 3 Zeitungsseiten ein Ei zusammengeklebt und muß nur noch verziert oder angemalt werden.

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Hier seht ihr mit Acrylfarbe bemalte Eier

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und welche, die ich weiß grundiert und dann mit Serviettentechnik beklebt habe.

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Und los geht`s:

Ein Ei besteht aus zwei zusammengeklebten Hälften, die aus aufgerollten Papierstreifen gemacht werden.

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Benötigtes Material:

  • Zeitungspapier (3,5 Seiten pro Ei)
  • einen möglichst langen Holzstift normaler Dicke
  • Klebestift
  • Faden zum Aufhängen mit passender Nadel
  • Bastelleim
  • ganz nach Wunsch Farben, Servietten, Aufkleber, Papierschnipsel usw zum Verschönern
  • Schere und Pinsel

Die Zeitungsseiten werden halbiert

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und mit Hilfe des Stiftes von einer Ecke aus aufgerollt. Dabei muß man den Stift immer mal wieder etwas herausziehen, damit er nicht im Zeitungsröllchen verschwindet.

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Die letzte Ecke wird durch einen Tupfer mit dem Klebestift am Röllchen festgeklebt.

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Jetzt kann der Stift entfernt werden und das Röllchen wird zu einem flachen Papierstreifen glattgestrichen. Pro Ei braucht man 6 ganze Streifen und ein Stück zum Zusammenkleben der Hälften.

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Der Papierstreifen wird nun fest und gleichmäßig aufgerollt.

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Ist ein Streifen fast aufgebraucht, wird der nächste einfach ein bis zwei Zentimeter in sein Ende hineingeschoben. Das funktioniert ganz gut ohne Kleber.

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Der Durchmesser der gerollten Schnecke entscheidet über die spätere Dicke und Größe des Eis. Ich habe für jede Eihälfte 3 Papierstreifen genommen. Das Ende des letzten Streifens wird einfach mit etwas Kleber angeklebt.

So sieht das dann aus:

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Aus einer Schnecke wird eine Eihälfte. Dazu werden die einzelnen Reihen vorsichtig und möglichst gleichmäßig auseinandergeschoben, bis die Form eines halben Eis erkennbar ist. Die obere Eihälfte läuft dabei etwas länger und spitzer zu, als die untere. Zur Kontrolle, ob zwei Hälften zusammen wie ein Ei aussehen, hält man sie probehalber einfach immer mal wieder aneinander.

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Um die Form zu fixieren, werden die Eihälften mit verdünntem Bastelleim (etwa 2 Teile Kleber auf 1 Teil Wasser) bestrichen. Wenn die Eier bemalt werden sollen, klebt man am besten von innen, damit der Klebefilm je nach Farbe nicht stört.

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Der Kleber trocknet ziemlich schnell, da die Feuchtigkeit in die Zeitung zieht.

Sind die Hälften trocken, kann mit der Nadel der Faden zum Aufhängen an der oberen Eihälfte befestigt werden. Ich steche dafür einmal von innen nach außen und etwas daneben wieder nach innen.

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Dann können die Fadenenden einfach verknotet werden.

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Jetzt werden die Eier zusammengesetzt. Dazu sollte immer eine obere und eine untere Hälfte mit möglichst gleichem Durchmesser genommen werden.

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Die passenden Hälften werden aneinander gehalten und mit einem Stück Papierstreifen, das 1-2cm länger ist als der Eiumfang, zusammengeklebt. Der Fixierstreifen wird dafür mit Kleber bestrichen, fest um die Nahtstelle gelegt und überlappend verklebt.

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Und fertig ist das umweltfreundliche und tierleidfreie Ei aus Zeitungspapier

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Die Eier können jetzt nach Herzenslust bemalt, beklebt und verziert werden.

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Und nun viel Freude beim Nachbasteln.

Ich freue mich immer sehr über Bilder eurer Werke <3

Und wenn ihr wissen möchtet, was es bei uns Veganes an Ostern zum Naschen gibt, findet ihr hier auf unserem Gemeinschaftrezeptesblog meine Rezepte für süße Spiegeleier, bunte Osterplätzchen und gebackene Ostereier.

 

 

 

 

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2 Kommentare

  1. Wirklich eine sehr schöne Idee 😊

  2. So eine tolle Idee! Vielen Dank für´s Teilen. Wir werden die Eier auf jeden Fall nachbasteln.

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